Zahnfleischentzündung Behandlung: Was tun bei Zahnfleischschmerzen?

Zahnfleischbluten ist nicht nur unangenehm, es ist auch gefährlich und sollte nicht einfach ignoriert werden. Nicht selten ist eine Zahnfleischentzündung oder Gingivitis dahinter, wenn beim Zähneputzen Blut im Waschbecken zu finden ist. Eine Zahnfleischentzündung kann zu Parodontitis und im schlimmsten Fall zu Zahnausfall führen.


Aber welche Ursachen kann eine Zahnfleischentzündung haben und welche effektiven Mittel gibt es dagegen?

Ursachen: Warum bekommt man Zahnfleischentzündung?

Ursächlich sind oft

  • mangelhafte Zahn- und Mundhygiene,744636_97815830 by TheUsher - freeimages.com
  • Zahnfleischverletzungen,
  • übersensibles Zahnfleisch oder
  • offene Zahnhälse.

In allen Fällen dringen Bakterien durch offene Kanäle in das Zahnfleisch ein und rufen Reaktionen wie Zahnfleischbluten, Zahn- und Zahnfleischschmerzen, Rötungen oder Schwellungen hervor.

Solche Entzündungen können auf die Mundhöhle übergreifen, weshalb der Weg zum Zahnarzt empfehlenswert ist.

Wie fühlt sich eine Zahnfleischentzündung an?

Oft ist die Zahnfleischentzündung anfangs nicht schmerzhaft. Manchmal sind leichte, berührungsempfindliche Schwellungen und Zahnfleischbluten sichtbar.

Bei fortschreitender Zahnfleischentzündung treten oft heftige, schmerzhafte, geschwollene Rötungen auf, die mit der Innenseite der Lippe spürbar sind.

Auch wenn die Entzündung noch nicht schmerzhaft ist, verdient jede Schwellung im Mundraum und am Zahnfleisch Beachtung!

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Warum bekommt man eine Zahnfleischentzündung in der Schwangerschaft?

Die Zahnfleischentzündung in der Schwangerschaft ist ein Sonderform der Gingivitis, die durch die veränderte Speichel- und Hormonproduktion bedingt ist. Begleitend können sich kleine Wucherungen bilden.

Eine noch intensivere Mundhygiene und Zahnpflege dämmt die Entzündungsneigung ein.

Der Zahnarzt kann zur Behandlung spezielle Spülungen vornehmen. Die Symptome verschwinden gewöhnlich nach der Entbindung.

Zahnfleischentzündung was hilft gegen Schmerzen?

Gegen Schmerzen bei einer akuten Gingivitis sind gegen die Schmerzen erst einmal antibakterielle Mundspülungen und Mundhygiene mit einer weichen Zahnbürste, Zwischenraumbürste und Zahnseide wichtig.

In der Apotheke gibt es Gels zum Einreiben, auch Kamille Spülungen können kurzfristig lindern.

Halten die Schmerzen länger als wenige Tage an, ist der Weg zum Zahnarzt unumgänglich!

Zahnfleischentzündung was hilft wirklich schnell?


Zusätzlich zu erhöhter Mundhygiene und antibakteriellen Spülungen können entzündungshemmende Medikamente aus der Apotheke in vorgeschriebener Dosis genommen werden.

Sehr schnell bekommt der Zahnarzt Zahnfleischentzündungen und Zahnfleischbluten mit Spezialspülungen und einer gründlichen Anti-Plaque-Behandlung in den Griff.

Scharfe Gewürze, scharfe Getränke, Süßigkeiten und säurehaltige Nahrungsmittel sollten bis zum Abklingen vermieden werden.

Weitere Infos dazu finden Sie im Beitrag Zahnfleischentzündung Behandlung: Was tun bei Zahnfleischschmerzen?

Wie kann man eine Zahnfleischentzündung richtig behandeln?

Nach jeder Mahlzeit sollten die Zähne gründlich und schonend geputzt, mindestens zweimal täglich sollte eine antibakterielle Spülung gemacht werden.

Geht die Entzündung mit einer Schwellung einher, sind kühlende Gesichtsauflagen hilfreich. Treten allerdings Zahnfleischentzündungen und Zahnfleischblutungen häufiger auf, sollte unbedingt der Zahnarzt eine gründliche Diagnose und die entsprechende Behandlung durchführen.

Wie kann man seine Zahnfleischentzündung mit Hausmittel bekämpfen?

Gegen Entzündungen und Zahnfleischbluten helfen

  • Kamillentee,
  • Spülungen mit Kamille,
  • Salbei,
  • Myrrhe oder
  • Hamamelis.

Mit Wasser verdünnter Apfelessig wirkt zudem antibakteriell und entzündungshemmend.

Mehr Hausmittel finden Sie im Beitrag Welche Hausmittel bei Zahnfleischentzündung gibt es?

Hausmittel helfen allerdings meist nur vorübergehend bei akuter Zahnfleischentzündung.

Bei einer anhaltenden oder wiederholt auftretenden Entzündung sollte zur Vermeidung einer Paradentose zahnärztlich der Zahnstein entfernt und eine professionelle Zahnreinigung vorgenommen werden!

Wann kann und sollte man Antibiotika bei einer Zahnfleischentzündung nehmen?

Über Antibiotika muss immer der Zahnarzt entscheiden. Diese Behandlung kann dann erforderlich sein, wenn die Entzündung durch Eiter begleitet wird, lange andauert, sich trotz üblicher Behandlung verschlimmert oder auf die Mundhöhle ausbreitet und Zahnschmerzen hinzukommen.

Antibiotika können auch verordnet werden, wenn die Zahnfleischentzündung mit einem Infekt des Hals-Nasen-Rachenraums einhergeht.

Details zu diesem Thema finden Sie im Beitrag Antibiotika bei Zahnfleischentzündungen

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Wann heilt eine Zahnfleischentzündung für gewöhnlich und wann geht sie ganz weg?

Dringen örtlich begrenzt Viren, Pilze oder Bakterien ins Zahnfleisch ein, kann eine akute, begrenzte Zahnfleischentzündung entstehen.

Sie kann von ein bis zwei Tagen bis zu einer Woche dauern!

Danach ist der Zahnarzt aufzusuchen. Bei häufigen oder langfristigen Entzündungen wird von chronischer Gingivitis gesprochen, die in jedem Fall medizinisch behandelt werden muss.

Welche Möglichkeiten der Homöopathie gibt es bei der Zahnfleischentzündung?

Die Homöopathie setzt sehr hoch verdünnte Mittel zur Behandlung ein. Zahnfleischentzündungen lassen sich gut mit Hilfe der Homöopathie behandeln.

Die homöopathische Behandlung sollte jedoch immer mit der zahnärztlichen Behandlung kombiniert werden. Auch viele Zahnärzte verordnen speziell homöopathische Mittel.

Gut homöopathisch lassen sich auch chronische Entzündungen durch überempfindliches Zahnfleisch und Allergien behandeln – nähere Infos dazu im Beitrag Mit Homöopathie gegen Zahnfleischentzündungen.

Was hilft bei einer Zahnfleischentzündung bei Katzen und Hunde?

Für Tiere ist die Entzündung im Maul schmerzhaft und verhindert die gesunde Nahrungsaufnahme.

Wenn das Tier es sich gefallen lässt, kann mit Kamille per Munddusche gespült werden.

Tierärzte verordnen entzündungshemmende Einreibungen, oft auch Antibiotika. Frei verkäufliche Mittel gibt es in der Apotheke.

Nach der Entzündung sollte der Zahnstein vom Tierarzt entfernt werden.

Speziell für betroffene Katzen finden Sie auch viele Infos im Beitrag Zahnfleischentzündungen bei Katzen (ggf. chronisch?)

Gibt es eine heilende Salbe Zahnfleischentzündung?

Ja, in der Apotheke gibt es Gels und Salben, die auf das entzündete Zahnfleisch aufzutragen sind, die Schmerzen betäuben, antibakteriell wirken und die Entzündung zum Abklingen bringen. Nach dem Auftragen sollte zeitweilig weder gegessen noch getrunken werden.

Diese Behandlung hilft allerdings auch nur in Verbindung mit aufmerksamer Zahn- und Mundhygiene.

Wann sollte man zum Zahn-Arzt gehen bei Zahnfleischproblemen?

In die Zahnarztpraxis sollte es gehen, wenn die Zahnfleischentzündung oder Zahnfleischbluten über längere Zeit anhalten, immer wieder auftreten und Hausmittel, sowie Mittel aus der Apotheke versagen.

Gefragt ist der Zahnarzt immer, wenn

  • länger dauernde Schwellungen, vielleicht sogar Gesichtsschwellungen,
  • länger dauernde Schmerzen,
  • Eiter,
  • weitere Entzündungen im Mundraum und
  • Zahnschmerzen

auftreten.

Zahnfleischschmerzen bei Zahnfleischentzündung/Gingivitis

Laut einer Statistik leiden rund 80% der Deutschen unter einer Zahnfleischentzündung, aber die meisten der Betroffenen wissen nicht einmal, dass ihr Zahnfleisch entzündet ist.

Der Grund dafür ist einfach, denn eine Zahnfleischentzündung tut meist nicht weh.

Die Ursachen für eine Zahnfleischentzündung sind in vielen Fällen in Bakterien zu finden, die sich in der Mundhöhle gebildet haben.

Diese Bakterien und Keime finden in der immer feuchten und nassen Mundhöhle einen idealen Nährboden und breiten sich daher schnell aus, greifen schließlich das Zahnfleisch an, und es kommt zu einer Zahnfleischentzündung.

Mangelnde Zahnhygiene ist oftmals Schuld an einer Zahnfleischentzündung, aber eine Zahnfleischentzündung kann auch durch Rauchen entstehen.

Häufig können Zahnfleischentzündungen im Verlauf eines grippalen Infekts, der Virusgrippe und anderer Infektionen entstehen.

Auch Allergien sind ursächlich nicht auszuschließen, wenn das Zahnfleisch ständig überempfindlich reagiert und es zu chronischen Entzündungen des Zahnfleischs kommt.

Zahnfleischentzündung – die Symptome

Es fängt mit Kleinigkeiten an:

  • Blutendes Zahnfleisch,
  • das Zahnfleisch schmerzt vielleicht oder
  • es bildet sich am Zahnfleisch eine weiße Stelle.

Zahnfleischentzündung und Mundgeruch sind möglich, denn wenn die Entzündung unbemerkt fortschreitet, dann kann es für den Betroffenen zu unangenehmen Mundgeruch führen.

Auch häufiges Zähneputzen oder Mundspülungen können in diesem Fall nicht mehr helfen.

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Wenn eine Zahnfleischentzündung schmerzt, dann gehen nur die wenigsten Menschen zum Zahnarzt und machen damit einen großen Fehler und den ersten Schritt in Richtung der dritten Zähne.

Wenn eine Zahnfleischentzündung nicht rechtzeitig behandelt wird, kann eine Parodontitis entstehen!

Die Entzündung greift auf die Zahnhälse über, die schädlichen Keime schädigen die Zahnsubstanz. Geht es jetzt nicht zum Zahnarzt, dann lockern sich die Zähne eines Tages und fallen schließlich aus oder müssen vom Zahnarzt gezogen werden.

Zahnfleischentzündungen – die Diagnose

Wie lange dauert eine Zahnfleischentzündung? Die Frage kann nicht pauschal beantwortet werden, aber Zahnärzte raten allen, die die ersten Symptome verspüren, nicht zu zögern, sondern gleich zu einem Zahnarzt zu gehen.

In der Regel sollte man eine Woche, nachdem das Zahnfleisch zum ersten Mal geblutet hat, einen Zahnarzt aufzusuchen, denn nur der Zahnarzt kann nach einer ausführlichen Untersuchung von Zähnen und Zahnfleisch eine sichere Diagnose stellen.

Meist kann ein erfahrener Arzt schon mit dem bloßen Auge erkennen, ob es sich um eine Zahnfleischentzündung handelt und wie lange sie schon andauert.

Symptome wie

  • weiße Stellen,
  • starke Rötungen,
  • Schwellungen des Zahnfleischs oder auch
  • kleine Pusteln in den Wangentaschen

sind ein deutliches Zeichen, dass das Zahnfleisch des Patienten entzündet ist.

Über die Art der Keime können Abstriche und Laboruntersuchungen Aufschluss geben.

Zum Schutz der Zähne wird der Zahnarzt eine gründliche Untersuchung aller Zähne vornehmen.

Die Behandlung bei Schmerzen durch den Zahnarzt

Um das Ausmaß der Zahnfleischentzündung feststellen zu können, misst der Zahnarzt mit einer sehr feinen Sonde, wie tief die Spalten zwischen dem Zahnfleisch und den Zähnen sind. In der Regel sind die Spalten nicht tiefer als maximal zwei oder drei Millimeter.

Wenn der Zahnarzt mit der Sonde aber tiefer gehen kann, dann sind bereits sogenannte Zahnfleischtaschen entstanden.

Das ist einer der ersten Hinweise auf eine Paradontitis.

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Der Zahnarzt hat noch weitere Möglichkeiten, um eine Zahnfleischentzündung zu diagnostizieren

So kann er beispielsweise eine Röntgenaufnahme des Kiefers sehr aufschlussreich sein und auch ein Speicheltest ist ein bewährtes Mittel.

Der Speichel kann durch seine Zusammensetzung und auch die Fließrate Auskunft darüber geben, ob es eine Zahnfleischentzündung ist und wie weit sie bereits fortgeschritten ist.

Diese erste Untersuchung beim Zahnarzt ist sehr effektiv, aber für den Patienten ist die Untersuchung nicht schmerzhaft.

Für alle, die Mitglieder in einer gesetzlichen Krankenkasse sind, ist die Untersuchung zudem auch kostenlos, da sie zur zahnärztlichen Vorsorge gehört.

Sinnvoll ist es, mindestens zweimal im Jahr zu einer Vorsorgeuntersuchung zu gehen und auch eine regelmäßige professionelle Zahnreinigung ist zu empfehlen.

Schmerzlinderung bei akuten Erkrankungen

Um die Schmerzen bei der akuten Zahnfleischentzündung zu lindern, kann der Zahnarzt spezielle medizinische Mundspülungen vornehmen. Er kann zusätzlich ein beruhigendes, antibakterielles Gel verschreiben oder empfehlen und Empfehlungen zur richtigen Mundhygiene während der Zahnfleischentzündung geben.

Eine Zahnbehandlung wird in den meisten Fällen, wo nötig, erst dann vorgenommen, wenn die Entzündung völlig abgeklungen ist.

Bei eitrigen, sehr schweren infektiösen oder anderweitig nicht behandelbaren Zahnfleischentzündungen wird der Zahnarzt auch spezielle Antibiotika verordnen.

Die Zähne richtig reinigen (gegen Zahnfleischentzündung)

Wer seine Zähne lange gesund erhalten will, muss dafür auch viel tun.

Gute Mundhygiene ist die beste Vorbeugung gegen bakterielle Zahnfleischentzündungen und für den Zahnerhalt.

Wer regelmäßig seine Zähne putzt und pflegt, der kann die Gefahr eine Zahnfleischentzündung zu bekommen, deutlich minimieren.

762657_66563556 by amdavis - freeimages.comDazu gehört es auch, die Zähne mindestens zweimal Tag, am Morgen und am Abend drei Minuten lang zu putzen, und das am besten eine halbe Stunde nach dem Essen.

Auf diese Weise können die Beläge und damit auch die Keime, Bakterien und Plaque am besten bekämpft werden, und sie bekommen keine Möglichkeit mehr, sich im Mundraum auszubreiten.

Aber nicht nur die Zähne, sondern auch die Zahnzwischenräume und die Zunge müssen gründlich gereinigt werden.

Empfehlenswert zur Vorbeugung gegen Zahnfleischentzündungen und Zahnerkrankungen sind:

  • Zahnseide
  • eine kleine Bürste, die die Zwischenräume sanft, aber gründlich reinigt
  • ein Zungenschaber
  • Mundspüllösungen
  • eine Zahnbürste mit abgerundeten Borsten, die das Zahnfleisch nicht reizt
  • zweimal pro Jahr eine Kontrolluntersuchung beim Zahnarzt
  • Professionelle Zahnreinigung beim Zahnarzt

Welche Medikamente & Mittel gegen Zahnfleischentzündung helfen wirklich?

Hat sich das Zahnfleisch entzündet, dann ist guter Rat teuer.

Ein Medikament generell gegen Zahnfleischentzündungen gibt es nicht, aber es gibt einige wirksame Mittel, um eine Gingivitis zu bekämpfen.

Bei schweren, sehr schmerzhaften Entzündungen können allerdings ärztlich Antibiotika verschrieben werden.

1147436_72708744 by svilen001 - freeimages.comAuch entzündungshemmende Medikamente wirken für einen schnelleren Rückgang einer schweren Zahnfleischentzündung. Geht die Entzündung mit einem weiteren Infekt einher, so bildet sie sich gewöhnlich durch die medikamentöse Behandlung des Infekts oder die körperliche Immunabwehr zurück.

Eine gute Zahnhygiene ist das A und O und auch eine regelmäßige, antibakterielle Mundspülung aus der Apotheke bei Zahnfleischentzündung kann hilfreich sein.

Besondere Zahnpasta für sehr empfindliche Zähne und empfindliches Zahnfleisch ist ebenfalls hilfreich

Tipp: Ein bewährtes Mittel bei Zahnfleischentzündung ist Teebaumöl, das man in jeder Apotheke, aber auch in jedem gut sortierten Drogeriemarkt kaufen kann.

Ein wirksames Mittel gegen Zahnfleischentzündung ist es aber auch, auf zuckerhaltige Lebensmittel weitgehend zu verzichten, und auch Lebens- und Genussmittel, die viel Säure enthalten, wie zum Beispiel Wein und Obstsäfte, sollten nach Möglichkeit nur in Maßen genossen werden.


Nach dem Essen sollte man mindestens eine halbe Stunde warten, bis die Zähne geputzt werden, denn sonst leidet der empfindliche Zahnschmelz.

Werden häufig auftretende Zahnfleischentzündungen durch eine Allergie mit verursacht, so hilft die verordnete Behandlung der Allergie bzw. die Meidung der auslösenden Nahrungsmittel und anderer Kontaktstoffe.

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